Biofeedback und FES zum Behinderungsausgleich
Die Elektrotherapie zum Behinderungsausgleich wird als ergänzende Therapie etablierter Behandlungsmethoden wie Physio- und Ergotherapie eingesetzt. Sie dient vorrangig der Rehabilitation funktioneller, alltagsrelevanter motorischer Funktionen, besonders nach Schädigung des zentralen Nervensystems, wie zum Beispiel nach einem Schlaganfall.
Die Funktionelle Elektrostimulation (FES) mit bis zu acht Kanälen dient der (teilweisen) Wiederherstellung verlorener Körperfunktionen wie Hand- /Armfunktion oder Mobilisierung der Beine. Das passive Muskeltraining und die damit zusammenhängende Durchblutungsförderung wirken optimal Muskelatrophien oder offenen Hautstellen (Dekubitus) entgegen.
Komplexe Bewegungsabläufe wie zum Beispiel das Greifen eines Trinkgefäßes, das Führen des Gefäßes zum Mund und das anschließende Wiederabstellen des Trinkgefäßes werden besonders gut mit einer Kombination aus Biofeedback und Funktioneller Elektrostimulation trainiert.Die elektrische Muskelstimulation dient dem Erhalt und Aufbau der Muskulatur. Es werden gezielt die die betroffenen Muskeln versorgenden Nerven stimuliert und so Muskelkontraktionen ausgelöst.
Unter Biofeedback versteht man die Rückmeldung körpereigener Signale an das Gerät, wodurch dann die Stimulation optimiert werden kann.
