STIWELL med4

Rehabilitation funktioneller, alltagsrelevanter motorischer Funktionen nach Schädigung des zentralen Nervensystems z.B. nach einem Schlaganfall mit dem STIWELL med4: einer einzigartigen Kombination von Biofeedback und Funktioneller Elektrostimulation.
Verordnungsfähig. Hilfsmittelnummer: 09.37.02.2000-2999
Möglich ist auch ein Download der detaillierten Beschreibung
Detailinformationen
ANWENDUNGEN
Ärzte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sportwissenschaftler und Patienten verwenden das STIWELL med4 in den Anwendungsbereichen Neurologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, Unfallchirurgie, Orthopädie, Urologie, Schmerztherapie, Dermatologie, Allgemeinmedizin, Sportmedizin und Sporttraining.
Das SYMPTOMORIENTIERTE BIOFEEDBACK TRAINING ermöglicht je nach neurologischer Symptomatik ein spielerisches Training von zentralem Innervationsvermögen, Maximalkraft, Kraftausdauer, Muskelrelaxation und intermuskulärer Koordination. Die EMG-getriggerte Stimulation kombiniert Biofeedback-Training und Stimulation.
Das STIWELL med4 ist sowohl für die stationäre Anwendung im Krankenhaus als auch für die HEIMANWENDUNG durch den Patienten vorgesehen. Die Anpassung der Programme und die Kontrolle des Therapiefortschritts erfolgt durch den behandelnden Arzt/Therapeuten. Eine Statistik der durchgeführten Behandlungen kann am STIWELL med4 und am PC abgerufen werden.
SPORTLER können mit der neuromuskulären Elektrostimulation einen Kraft- und Kraftausdauergewinn erzielen und die Muskelregeneration unterstützen. Die Elektrostimulation ist als Ergänzung zu konventionellem Training gedacht.
Programme
Muskelaufbau
Die Elektromyostimulation (EMS) ist ein konservatives Behandlungsverfahren, welches die Muskulatur durch elektrisch induzierte Impulse zur Kontraktion bringt. Ein Nachlassen der Muskelkraft während der Ruhigstellung (z.B. postoperative Immobilisation) wird vermieden, dem Entstehen von muskulärer Dysbalance kann vorgebeugt werden. Die Prophylaxe und Therapie von muskulären Atrophien mittels EMS kann dazu beitragen, orthopädische Sekundärschäden zu vermeiden und die Aufenthaltsdauer im stationären Bereich zu verkürzen.
Atrophie – Kraftausdauer:
Muskelaufbautraining bei Atrophie
Agonist/Antagonist:
Muskelaufbautraining bei Atrohpie für Agonist/Antagonist
Muskelwachstum:
Muskelaufbautraining (Maximalkrafttraining)
Durchblutungsförderung:
Durchblutungsförderung
Denervierte Muskulatur
Beim „denervierten Muskel“ kann keine Stimulation über den geschädigten periphären Nerv erfolgen. Die vorprogrammierten, automatischen Abläufe der STIWELL med4 Programme sind einer Trainingseinheit mit natürlicher Muskelaktivität nachempfunden. Dreiecksimpulse werden zur Behandlung peripherer Lähmungen eingesetzt, da sie in der Lage sind, die peripher gelähmte Muskulatur zu erregen, bei gleichzeitig nur geringer Erregung der sensiblen Nervenfasern des umliegenden Gewebes.
Feedbackprogramme
Das symptomorientierte Biofeedbacktraining mit kognitivem Re-Learning Effekt ist ein effizientes Therapiemittel, welches die therapeutische Behandlung neurologischer Schädigungen ergänzt und vom Patienten als kontrollierte Heimtherapie genützt werden kann.
Je nach neurologischer Symptomatik kann die Maximalkraft, Kraftausdauer, intermuskuläre Koordination und Muskel- entspannung trainiert werden. Das Verwenden von visuellem und akustischem Feedback ermöglicht dem Patienten ein bewusstes Erkennen der Muskelspannung und Modulation derselben.
EMG-getriggert (1 EMG/2 EMG)
Muskelatrophie, Erkrankungen / Verletzungen des ZNS (Zentrales Nervensystem), neuroorthopädische Funktionsstörungen, regenerationsfähige periphere Nervenläsionen
Muskelanspannung
Muskelatrophie, Erkrankungen/Verletzungen des ZNS, regen- erationsfähige periphere Nervenläsionen
Muskelentspannung
erhöhter Muskeltonus (spastische Paresen), neuroorthopädische Spannungssyndrome (z.B. Spannungskopfschmerz, vertebragene Schmerzsyndrome)
Koordinationstraining, Myosymmetrie
Schulung tonischer Muskelkontrolle, neuroorthopädische Koordinationsdefizite, Muskelatrophie, Erkrankungen/ Ver- letzungen des ZNS, regenerationsfähige periphere Nervenläsionen
Funktionelle Programme
Bei zentralnervös bedingten Schwächen oder Ausfällen ist es möglich, Muskeln durch elektrische Impulse in ihrer Funktion zu unterstützen. Die Funktionelle Elektrostimulation versucht mit Hilfe dieser elektrischen Impulse, verletzungs- oder krankheitsbedingt ausgefallene Bewegungsfunktionen des Körpers teilweise bzw. eingeschränkt wieder herzustellen oder zu kompensieren.
Durch Interaktion mit dem Nervensystem sind therapeutische Erfolge bei vielen neurologischen Erkrankungen möglich.
Greifen / Loslassen / (EMG)
Schulung von Bewegungsabläufen, Krafttraining
Öffnen / Schließen / (EMG)
Schulung von Bewegungsabläufen, Krafttraining
Hand zu Mund / (EMG)
Schulung von Bewegungsabläufen, Krafttraining
Arm strecken / (EMG)
Schulung von Bewegungsabläufen,Krafttraining
Mittelfrequenz
Diese Programme dienen zum Muskelaufbau und eignen sich für folgende Indikationen: Muskelatrophie, Erkrankungen oder Verletzungen des Zentralen Nervensystems (ZNS), regenerationsfähige periphere Nervenläsionen und neuroorthopädische Funktionsstörungen. „MF 3 kHz (EMG- getriggert)“ bietet zusätzlich die Möglichkeit einer EMG-getriggerten Stimulation.
MF 3 kHz / (EMG)
Muskelatrophie, Erkrankungen/Verletzungen des ZNS, regen- erationsfähige periphere Nervenläsionen, neuroorthopädische Funktionsstörungen
Individualprogramme & gespeicherte Programme
Hier bietet sich die Möglichkeit, eigene Programme zu erstellen. Sämtliche Parameter können individuell angepasst und mit einem eigenen Programmnamen zur wiederholten Anwendung gesichert werden.
Einphasenprogramm
Einphasenprogramm (EMG)
Dreiphasenprogramm
zur individuellen Programmgestaltung – alle Parameter individuell einstellbar
Für über 90% aller Schlaganfallpatienten geeignet
In der Spezialklinik für neurologische Akut- und Rehabilitationsmedizin in Hochzirl (Tirol) wurde im Rahmen einer Evaluationsstudie untersucht, wie viele Patienten für ein „symptomorientiertes Biofeedback- training“ in Frage kommen und welche therapeutische Indikationsstellung diese beinhalten soll. Der Leiter der Studie war Prof. Dr. Leopold Saltuari.
Studienergebnis
- FES (Funktionelle Elektrostimulation) mit isolierter EMG-getriggerter Muskelstimulation ist für eine erfolgreiche Behandlung nicht ausreichend, vielmehr ist eine Kombinationstherapie mit Biofeedback- programmen sinnvoll (siehe Grafik).
- Die Integration von FES in ein Reha-Konzept ist für über 90% aller Schlaganfallpatienten möglich.
- Im täglichen Umgang mit zentralen Gehirn- verletzungen besteht Bedarf an elektro- therapeutischen Verfahren wie den STIWELL Feedbackprogrammen (Biofeedback, EMG– kontrollierte Stimulationstherapien) und Exponentialstromformen.
Ein symptomorientiertes elektrotherapeutisches Ver- fahren kann bei cerebrovaskulär bedingten Paresen einen wichtigen therapeutischen Beitrag für die Behandlung neurologischer Patienten leisten.
TECHNISCHE DATEN
| STIMULATIONSGERÄT | |
|---|---|
| Stimulationskanäle: | je nach Programm bis max. 4 |
| EMG-Messkanäle: | 2 |
| Stromformen: | Niederfrequente, biphasische und gleichstromfreie Rechteck-, Dreieck- und Trapezimpulse, Mittelfrequenz |
| Stromversorgung: | Li-Ion Akku, 1950 mAh, 11,1 V |
| Akku – Ladezeit: | max. 170 min. |
| PC-Schnittstelle: | USB 1.1 und USB 2.0 kompatibel |
| Abmessungen: | H x B x T: 175 × 95 × 30 mm |
| Gewicht: | 440 g |
| EMG Messbereich: | 1µV – 2000µV |
| PROGRAMME | |
|---|---|
| Programme für denervierte Muskulatur: | Ausgangsstrom: max. 80 mA Ausgangsspannung: 80V an 1000 Ohm Impulsbreite: 2*1ms – 2*250 ms Impulsfrequenz: 0,1 Hz – 50 Hz |
| Programme für innervierte Muskulatur: |
Ausgangsstrom: 100mA an 1000 Ohm Impulsbreite: 2*50µs – 2*500µs Impulsfrequenz: 1 Hz – 140 Hz |
| MF-Programme: | Ausgangsstrom: 80 mA an 1000 Ohm Grundfrequenz: 3 kHz Amplitudenmodulationsfrequenz: 5-70 Hz |
| LADEGERÄT | |
|---|---|
| Eingangsspannung: | 90-264 VAC, max. 0,35 A |
| Netzfrequenz: | 47-63 Hz |
| max. Ausgangsleistung: | 15,1 W |
| Ausgang: | 12,6 V= / 1,2 A |
| Elektrische Sicherheit: | EN 60950 EN 60601-1 EN 60335-2-29 UL 60601-1 |
| UMWELTBEDINGUNGEN |
|---|
| Betriebsbedingungen: |
| Betriebstemperatur/-luftfeuchtigkeit: 0°C bis 40°C / 10% – 90 % |
| Lager- und Transportbedingungen: |
| Lagertemperatur/-luftfeuchtigkeit: – 20°C bis 70°C / 10% – 90% |
INDIKATIONSLISTE STIWELL med 4
NEUROMUSKULÄRE ELEKTROSTIMULATION (NMES):
- Vorbeugung und Verzögerung von immobilisationsbedingter Muskelatrophie
- Muskelkräftigung während einer Rehabilitationsphase
- Erhalten und / oder Verbessern der Gelenkmobilität
- Muskelentspannung, Dekubitusprophylaxe
- Aufrechterhaltung der Trophik und der Muskelmasse von peripher denervierten Muskelgruppen in der neuromotorischen Rehabilitationsphase
- Funktionelle Rehabilitation des Bewegungsapparates
EMG-GETRIGGERTE (EMG-GESTEUERTE) MUSKELSTIMULATION bzw. BIOFEEDBACK:
- Erkrankungen oder Verletzungen des ZNS (z.B. Spastik oder Paresen nach Schlag-anfall, Zustand nach Schädelhirntrauma)
- Erkrankungen oder Verletzungen des Rückenmarks (z.B. inkomplette Querschnitts-lähmung)
- Regenerationsfähige, periphere Nervenläsionen
- Neuroorthopädische Funktionsstörungen
KONTRAINDIKATIONEN STIWELL med 4
- Herzschrittmacher
- Absoluter Neglekt
- Aphasie
- Fehlende Motivation
- Technisches Unverständnis, Widerwillen
- Angst vor Strom
- Keine Konzentrationsfähigkeit
- Negatives Umfeld
ZUBEHÖR FÜR STIWELL med4
ELEKTRODEN
selbstklebende Elektroden
| Bezeichnung | Art.Nr. |
|---|---|
| 1 Tüte Dermaflex (4 Stück), Größe 4×6 cm, Form oval | 0781 |
| 1 Tüte Dermaflex (4 Stück), Größe 5×9 cm, Form rechteckig | 0791 |
| 1 Tüte Flextrode (4 Stück), Größe 25 mm, Form rund | 0421 |
| 1 Tüte Flextrode (4 Stück), Größe 32 mm, Form rund | 0371 |
| 1 Tüte Flextrode (4 Stück), Größe 4×6 cm, Form oval | 0431 |
| 1 Tüte Flextrode (4 Stück), Größe 5×9 cm, Form rechteckig | 0411 |
| 1 Tüte Flextrode (4 Stück), Größe 5×5 cm, hautfreundlich | 0461 |
weiteres Zubehör
| Bezeichnung | Art.Nr. |
|---|---|
| Kabel Stimulationselektrode für Stiwell, Farbe gelb | 0823 |
| Kabel Stimulationselektrode für Stiwell, Farbe lila | 0824 |
| Kabel Stimulationselektrode für Stiwell, Farbe orange | 0825 |
| Kabel Stimulationselektrode für Stiwell, Farbe grün | 0826 |
| Kabel Referenzelektrode für Stiwell | 0827 |
| Hauptkabel mit Stecker für Stiwell | 0822 |
| Netzkabel für Stiwell (EU-Version) | 0821 |
| Ladegerät für Stiwell | 0820 |
| Externer Schalter für Stiwell | 0829 |
| CD-Rom Feedback PC-Spiele für Stiwell | 0828 |

Produktblatt