Skoliosebehandlung

Auf den Impuls kommt es an.

Ein schiefes Becken, eine geneigte Kopfhaltung, die Rippen zum Buckel gebeugt, die Schultern im Ungleichgewicht: Als Skoliose wird eine Wirbelsäulenverformung in dreidimensionaler Ausprägung bezeichnet. Das bedeutet Betroffene leiden nicht nur unter einer Krümmung der Wirbelsäule, auch die Wirbel selber sind verdreht. Rund 4 % der deutschen Bevölkerung leiden unter der Asymmetrie des Rückens, die sich mitunter schon im Wachstumsalter ankündigt. Während aber nur bei etwa 2 % der Jugendlichen Skoliose diagnostiziert wird, leiden rund 8 % der über 25-Jährigen und mehr als 68 % der über 60-Jährigen unter einer Wirbelsäulenverkrümmung.

Die Ursachen der Skoliose sind bislang nicht ausreichend bekannt, weshalb man auch von der idiopathischen Wirbelsäulendeformation spricht. Mediziner und Forscher gehen unter anderem davon aus, dass die Ursache in einer fehlerhaften Reizübertragung zwischen Nerven und Muskeln liegt – also in einer Erkrankung des zentralen Nervensystems, die sich nur einseitig auf den Rücken auswirkt, sodass es zur Krümmung kommt. Auch Muskelschwund, Muskellähmungen, Entzündungen oder Amputationen bzw. Verletzungen können zu Skoliose führen. Die Ausprägung der einzelnen Krümmungen wird im sogenannten Cobb-Winkel angeben.

Schweregrade der Skoliose:

  • Leichte Skoliose bei 10 bis 40 Grad
  • Mittelschwere Skoliose bei 40 bis 50 Grad
  • Schwere Skoliose bei über 50 Grad

Folgeerkrankungen der Skoliose

Skoliose sollte möglichst frühzeitig diagnostiziert werden, damit eine erfolgreiche Behandlung erfolgen kann und es im weiteren Verlauf nicht zu stärkeren Deformierungen kommt. Bei Erwachsenen gilt eine leichte Skoliose bis 30 Grad als konstant. Verkrümmungen mit höheren Graden verschlechtern sich zunehmend ohne entsprechende Behandlung etwa um ein Grad pro Jahr. Neben der eingeschränkten Beweglichkeit treten nicht selten Bandscheibenprobleme und Rückenschmerzen bei Betroffenen auf. Durch die dauerhafte Fehlhaltung und Immobilität folgt weiterhin eine Versteifung der Wirbelsäule und eine Fehlbelastung und Überlastung von z.B. Hüft- und Kniegelenken. Je nach Grad der Verkrümmung sind mitunter auch Probleme für Brust- und Bauchbereich möglich – etwa die Funktionseinschränkung von Organen. Diese Komplikationen treten in der Regel nur bei sehr starker Skoliose auf.

Elektrische Muskelstimulation als sanfte Therapiealternative

Die herkömmliche Behandlung der Skoliose umfasst Physiotherapie, Korrektur durch Orthesen (Korsett) oder eine Operation, meist der letzte Behandlungsschritt oder bei starker Krümmung angewandt. Vor allem bei leichter Skoliose kann die elektrische Muskelstimulation alternativ oder ergänzend angewendet werden. Zwar ist die Skoliose eine Verkrümmung der Wirbelsäule, aber ihr Grad wird durch die umliegende Muskulatur bestimmt. Mittels Elektroden auf der Haut werden elektrische Impulse gezielt auf die geschwächten Nervenzellen übertragen, sodass diese die Muskulatur manuell anregen und trainieren.

Moderne Geräte der funktionellen Elektrostimulation wie das weltweit einzigartige Scolistim lassen sich in der Intensität und Behandlungsdauer individuell auf den Patienten einstellen, sodass Skoliosen mit unterschiedlichen Krümmungsgraden behandelt werden können. Das ermöglicht nicht nur die Behandlung unterschiedlicher Patienten in der ambulanten oder stationären Reha, sondern gleichfalls die heimische Therapie. Die Anwendung ist nebenwirkungsfrei, sanft und einfach zu handhaben.

Von Experten beraten und betreut!

Die elektrische Muskelstimulation kann in der Skoliosebehandlung zur Muskelwiederherstellung, zur Stärkung der Muskulatur und zur Steigerung der Beweglichkeit eingesetzt werden. Gerne beraten Sie unsere ausgebildeten Physiotherapeuten zum Einsatz des Scolistim und geben eine ausführliche Einweisung in die Anwendungsmöglichkeiten. In unserem Portfolio führen wir exklusive Produkte und hochwertige Eigenentwicklungen, in denen Marktwissen aus über 30 Jahren Elektrostimulation steckt.

Unser Service umfasst regelmäßige Wartungen, zeitnahe Reparaturen und die administrative Abwicklung mit Krankenkassen und anderen Kostenträgern. Kontaktieren Sie uns unter 040-60604-13 für einen Beratungstermin oder teilen Sie uns Ihr Anliegen per E-Mail mit.