Zentrale Nervenschädigungen

Auf den Impuls kommt es an.

Ein Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma kann zu schwerwiegenden Schädigungen im Zentralen Nervensystem (ZNS) führen. Gleichfalls kann das ZNS durch Erkrankungen, Operationen, Verletzungen oder Entzündungen geschädigt werden. Da das Zentrale Nervensystem lebenswichtige Funktionen und Prozesse im Körper steuert, ist eine Schädigung der Zellen und Fasern mitunter gravierend. Teilweise oder vollständige Lähmungen, Sprach- und Schluckprobleme, Wahrnehmungsstörungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit sind nur einige mögliche Folgen der Schädigungen.

Schädigungen können sich weiterhin auf das Bewusstsein und Gedächtnis, die Motorik, die Atmung, Sinnesorgane und inneren Organe auswirken. Je nach Erkrankung sind auch die peripheren Nervenfasern betroffen, die außerhalb von Gehirn und Rückenmark liegen – wie beispielsweise das unkontrollierte Zittern bei Morbus Parkinson.

Nachhaltige Therapieerfolge mit EMG-gestützter funktioneller Elektrostimulation

Die funktionelle Elektrostimulation (FES) sorgt für eine wahre Innovation in der Therapie zentraler Nervenschädigungen, denn die moderne Technologie setzt auf die „Neuroplastizität“ des Gehirns. Das beschreibt die Eigenschaften des Gehirns, Prozesse neu zu erlernen. So werden z.B. Bewegungsabläufe aus einem geschädigten Hirnareal einfach auf einen neuen Bereich übertragen. Diesen Lernprozess, der mit elektrischen Impulsen über Elektroden auf der Haut in Gang gesetzt wird, kombinieren moderne Elektrostimulationsgeräte mit Biofeedback – die natürliche, positive Rückmeldung des Körpers an das Gehirn.

Dieser Vorgang erfolgt durch Elektromyographie (EMG), mit Hilfe der elektrische Signale der Nerven und Muskeln gemessen und analysiert werden. Das gemessene Potenzial des Muskels wird auf kognitiver Ebene durch den Patienten verstärkt. Wird ein bestimmter Wert überschritten folgt ein elektrischer Impuls, welcher die positive Rückmeldung (Biofeedback) an das Gehirn auslöst. Das verstärkt den Lerneffekt. Gleichzeitig erhalten Betroffene, die aufgrund eines Schlaganfalls oder einer Hirntumor-Operation Kontrolle über ihren Körper einbüßen mussten, ein Stück Selbstbestimmung zurück. Bei der EMG-gestützten funktionellen Elektrostimulation können sie selber den Therapieerfolg beeinflussen. Eine große Bereicherung für viele Betroffene.

Einsatzgebiete der EMG-gestützten funktionellen Elektrostimulation:

  • Schädigungen des ZNS (z.B. bei Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Hirntumor-Operation, frühkindlichen Hirnschäden)
  • Verletzungen des Rückenmarks (z.B. inkomplette Querschnittslähmungen)
  • Muskelverspannung und Spasmen bei vorliegender Parese

Wir für Sie – umfassender Service in der FES

Muskelverbesserung, -erhalt, -wiederherstellung, -entspannung und schwundverzögerung: Mit der funktionellen Elektrostimulation – basierend auf EMG und Biofeedback – können unterschiedliche Symptome der zentralen Nervenschädigung behandelt werden. Das ermöglicht sowohl ambulanten und stationären Einrichtungen als auch Patienten daheim ein breites Therapiespektrum – ergänzend zur medikamentösen oder physiotherapeutischen Behandlung.

Dass Betroffene und Anwender diese Möglichkeiten haben, liegt unter anderem an unserer engen Zusammenarbeit mit Herstellern wie Medel Hamburg. Das Ergebnis dieser Kooperation sind hochwertige Eigenentwicklungen. Marktwissen und Erfahrungen aus über 30 Jahren fließen in die Entwicklung und Distribution der exklusiven Produkte wie Mentastim oder STIWELL med4 ein.

Mit unserem starken Service decken wir alle wichtigen Bereichen in der Patientenversorgung mit funktioneller Elektrostimulation ab: Individuelle Beratung und ausführliche Einweisung vor Ort, Unterstützung bei der Abrechnung mit Krankenkassen, regelmäßige Wartungen und zeitnahe Reparaturen – ganz gleich ob beim Betroffenen zu Hause oder in einer ambulanten oder stationären Einrichtung. Sprechen Sie einfach direkt mit unserem Team über Ihr Anliegen – unter 040-60604-13 oder bequem per E-Mail.